100 Meter Haus

151.666 Entwerfen - Projekt
Julian Brües, Büşra Köroğlu
Studio Rechbauer DG [AT02100],
Rechbauerstr. 12, TU Graz
Einführung Mittwoch, 05.10.2022, 09:00 Uhr im Holzwerkstatt, NAEG150, Lessingstraße 25

100 Meter Haus in Scheiben? Oder am Stück?

Wir entwerfen dieses Semester ein 100 Meter langes Haus in Graz.

Im Studium lernt man immer alles passend zu entwerfen. Deswegen beschäftigen wir uns mit dem was nicht passt.

Dem Sperrigen.

Ob es nun um die Setzung in der Stadt geht oder um eine Detaillösung, es wird alles immer Glatt gestrichen. Diesmal geht es um Ecken und Kanten. Um das was nicht geeignet ist, um das was nicht praktisch ist und um das was nicht handlich ist. Wir suchen also in einer nicht angemessenen Situation einen architektonischen Mehrwert.

Wir nehmen die Dinge so wie sie kommen.

In dem wir den Baukörper im Maßstab 1:1000 in Graz setzen, stellen wir uns der Herausforderung des Sperrigen. Wir werden auf Probleme des Alten und Neuen stoßen. Wir werden auf scheinbare Zufälligkeiten stoßen, diese aber durch entwerfen lösen und in unsere Arbeit integrieren. Wir werden unsere klassischen Werkzeuge neu betrachten und uns in sperrige Situationen begeben.

Es trifft eine unzweifelhafte Struktur auf eine bestehende Situation. Aus diesem Verhaken von einem normativen Haus mit den Eigenschaften des Bestandes entstehen sperrige Konstruktionen.

Wir werden über die innerstädtische Zirkulation sprechen – uns aber auch mit detaillierten Lösungen zwischen bestehender Stadtstruktur und den 100 Metern Haus auseinandersetzen. Beides wird zum essenziellen Treiber unserer Entwürfe.

Wir werden ein Haus entwerfen was nicht passt.

Ein architektonisches Projekt in Zweiergruppen.

Das Studio findet in enger Zusammenarbeit mit der Holzwerkstatt und Rainer Eberl statt. Freude am Bauen vorausgesetzt.




100 Meter Haus
Gallaratese Quarter, Aldo Rossi, Carlo Aymonino, 1970
William Heath Robinson
Generic Radicalism, LKMV Office, 2011
Museum of the 19th C. London, Zaha Hadid at OMA, 1977-78
Absorbed Order, Amphiteatro Romano di Firenze, Andreea Mihaela Chircă